T-SHIRT SUCHT BUCH

Rahel absolvierte ihr FSJ Poltik im Jahrgang 2014/2015 bei der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds. (SLU). Als eigenständiges Projekt organisierte sie einen Tauschmarkt, der am 03. Mai 2015 im Pavillon Hannover stattfand.


Politische Bildung aus erster Hand…

Foto: Justus Preuß

Rahel ist 19, kommt aus Kassel und ist für das FSJ Politik bei der Stiftung Leben & Umwelt (Heinrich-Böll-Stiftung Nds.) nach Hannover gezogen. Das fiel ihr nicht schwer, denn die Stiftung war ihre oberste Priorität, ihre Traumeinsatzstelle, wie sie sagt. Außerdem war Hannover nicht zu weit weg von zu Hause – ein weiterer Pluspunkt.

 

Warum Rahel ein FSJ Politik macht?

Um zwischen Abitur und Studium Praxiserfahrungen sammeln. Dass ein solches Jahr Auszeit viel zur persönlichen Entwicklung beiträgt, hat sie schon vorher selbst erlebt: Zwischen der Mittel- und der Oberstufe war sie für ein Jahr im Ausland. Und da sie politisch sehr interessiert ist, hat sie ein Freiwilliges Soziales Jahr Politik, besonders in der Stiftungsarbeit, sehr gereizt. „Gerade die Heinrich-Böll-Stiftung finde ich sehr interessant, die Themen und Formate und auch die Struktur.“ Realpolitik hingegen wäre nichts für Rahel gewesen. Sie wollte aus erster Hand erfahren, wie man politische Bildung macht.

Und all dies hat Rahel in den vergangenen Monaten lernen können. Ihre alltäglichen Aufgaben umfassen alles, was hinter der Organisation von Veranstaltungen steht:

  • Büroorganisation und Verwaltung
  • Projektanfragen und Antragsbearbeitung Projektbetreuung (verwaltend und vor Ort während der Veranstaltung)
  • Projektentwicklung (Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Teamgespräche
  • Gremienbetreuung und Teilnahme an Gremien

Außerdem betreut sie eine Seminarreihe zur Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Politik, mit 12 Seminaren in 2015. Dazu gehören die Koordination der Teilnehmenden, Kommunikation mit den Trainer_innen, die Teilnahme und die Nachbereitung und Evaluation.

Was brauche ich, was brauche ich nicht…

Rahels Projekt in drei Schlagworten: Tauschen, Bewusstsein und Spaß.

Foto: Justus Preuß

Dass Rahel als ihr eigenständiges Projekt einen Tauschmarkt organisieren würde, hatte sie schon während ihres Bewer- bungsgesprächs im Kopf. Das Thema Konsum und Konsumbewusstsein, das hinter der Idee des Tauschmarktes steckt, liegt ihr sehr am Herzen: „Es geht darum, Sachen mitzubringen, die man nie genutzt hat. Und das Bewusstsein zu schaffen: Was brauche ich? Was brauche ich nicht?“

Bereits zu Hause in Kassel hatte sie mit Freunden und Freundinnen einige solcher Märkte organisiert – allerdings ausschließlich für das Tauschen von Kleidung. Diesmal sollte es mehr sein: Rahel wollte, dass die Leute alle möglichen ungenutzten Gegenstände miteinander tauschen können. Zusätzlich zum Tauschen organisierte sie fünf Informationsstände, um die Auseinandersetzung mit dem Thema noch auf anderer Ebene bearbeiten zu können:

„Was kann man in Hannover zum Thema Tauschen machen? Wie kann man mit anderen in Verbindung kommen? Und wie funktioniert Wiedernutzung von Sachen, die andere nicht mehr brauchen?“

Foto: Justus Preuß

Dank ihrer Vorerfahrung konnte Rahel ihr Projekt überwiegend selbstständig durch- führen. Lediglich zum Einstieg erhielt sie ein Input in Sachen Projektmanagement und Rahmenplanung, um zu wissen was in der für sie unbekannten Stadt zu beachten ist. Im weiteren Verlauf halfen ihr die Kolleg_innen in der Stiftung mit regel- mäßigen Rückmeldungen und standen selbstverständlich auch für Fragen zur Verfügung. Rahel selbst ist begeistert von ihrem Projekt und nennt als besonderes Highlight die Erstellung des Flyers. „Die Freiheit zu haben, sich selbst überlegen zu dürfen wie dieser genau aussehen soll und diese Vorstellungen dann von einer professionellen Grafikerin umsetzen zu lassen war wirklich klasse“ und fügt als zweites herausragendes Erlebnis hinzu: „Toll war, als kurz vor Anfang der Veranstaltung schon die erste Person kam.“

Sie sagt über ihre Gedanken vor der Eröffnung: „Ich war sehr misstrauisch, ob der Markt in Gang kommt oder ob es nicht viel Zeit dauert, bis es wirklich losgeht. Als der Beginn dann so reibungslos lief war ich sehr erleichtert.“

Für die Zukunft hat sie verschiedene Pläne. An erster Stelle steht ihre Idee, einen weiteren Tauschmarkt zu organisieren, der in jedem Fall größer werden soll!

Foto: Justus Preuß
Foto: Justus Preuß

Und was kommt danach?

Wie es nach dem FSJ Politik weiter geht weiß Rahel schon ganz genau: „Ich hatte, wie viele andere auch, das große Glück, dass ich während der Zeit in meinem FSJ herausgefunden habe, wie mein Weg zukünftig aussehen wird. Ich habe mich jetzt für ein Studium der Sozialwissenschaften entschieden.“

Vorher steht aber erst mal wieder die normale Büroarbeit in der Stiftung an und ein ausgiebiger Urlaub – auf Korsika!


Rahels Einsatzstelle im FSJ Politik:

Die Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds. (SLU) bietet grünennahe politische Bildung in Niedersachsen an.

Das Angebot umfasst Vortragsveranstaltungen, Ausstellungen, Seminare, Workshops und vieles mehr. Neben Projekten in Eigenregie geht die SLU Kooperationen mit Projektpartnerinnen und -partnern ein und bietet damit in ganz Niedersachsen eine breitgefächerte politische Diskussionsplattform. Themen sind z.B.:

  • Arbeit, Gesundheit & Soziales - Bildung
  • Medien & Kultur - Frauen
  • Gender & Geschlechterdemokratie - Migration
  • Integration & Partizipation - Nachhaltigkeit
  • Energie & Umwelt - Politik                           
  • Demokratie & Zeitgeschichte       
  • Aktuelle Politik vor Ort

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Die Förderer des FSJ Politik in Niedersachsen